Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin
Hund und Katze
Verhaltensauffälligkeiten bei Hund und Katze entstehen selten „einfach so“.
Häufig stehen Angst, Stress, Überforderung oder auch körperliche Erkrankungen dahinter.
In der Verhaltenstherapie geht es deshalb nicht um Erziehung oder Gehorsam, sondern um ein fundiertes Verständnis der Ursachen und eine individuell angepasste Behandlung.
In meiner tierärztlichen Praxis FördeVet bei Kiel verbinde ich verhaltensmedizinische Diagnostik, therapeutische Beratung und – wenn sinnvoll – medizinische Unterstützung, um Deinem Tier und Dir langfristig zu helfen.
Schwerpunkte meiner verhaltenstherapeutischen Arbeit sind unter anderem der Tierschutzhund, die Silvester- und Geräuschangst beim Hund und aggressives Verhalten beim Hund.
Wann ist eine Verhaltenstherapie sinnvoll?
Eine tierärztliche Verhaltenstherapie kann unter anderem angezeigt sein bei:
- Angst- und Unsicherheitsverhalten
- Geräuschangst, z. B. an Silvester
- aggressivem Verhalten gegenüber Menschen oder Tieren
- Trennungsstress
- zwanghaftem oder sich wiederholendem Verhalten
- plötzlichen Verhaltensänderungen ohne erkennbaren Auslöser
Gerade wenn sich Verhalten verschlechtert oder neu auftritt, ist es wichtig, medizinische Ursachen mit abzuklären.
Verhaltenstherapie ist mehr als Training
Training kann in vielen Situationen unterstützen. Die tierärztliche Verhaltenstherapie geht jedoch weiter.
Sie berücksichtigt unter anderem:
- den allgemeinen Gesundheitszustand Deines Tieres
- mögliche Schmerzen oder internistische Erkrankungen
- neurobiologische und hormonelle Einflussfaktoren
- Lernerfahrungen und Lebensumfeld
Ziel ist kein „funktionierendes“ Tier, sondern ein realistischer, alltagstauglicher Therapieplan, der die Lebensqualität verbessert – für Dein Tier und für Dich.
Medikamentöse Unterstützung – sorgfältig abgewogen
In manchen Situationen kann eine begleitende medikamentöse Unterstützung sinnvoll sein, um Angst, Stress oder innere Anspannung so zu reduzieren, dass Verhaltenstherapie überhaupt greifen kann.
Medikamente ersetzen keine Verhaltenstherapie und kein Training.
Sie können jedoch helfen, die Belastung für Dein Tier zu senken und die Voraussetzung dafür zu schaffen, neue Strategien zu erlernen.
Ob eine medikamentöse Unterstützung infrage kommt, wird immer individuell und verantwortungsvoll entschieden.
Grundlage dafür sind eine ausführliche Anamnese, eine tierärztliche Einschätzung sowie eine sorgfältige Abwägung von Nutzen und möglichen Nebenwirkungen. Wenn Medikamente eingesetzt werden, erfolgt dies stets verhaltenstierärztlich begleitet, zeitlich begrenzt und in Kombination mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen.
Ziel ist keine schnelle Lösung, sondern eine nachhaltige Verbesserung des Zusammenlebens.
So läuft die Verhaltenstherapie bei FördeVet ab
Am Anfang steht die Feststellung der Therapiewürdigkeit nach § 1 TschG und ein gegenseitiges Kennenlernen im Rahmen einer 30minütigen Videokonsultation, die Du hier buchen kannst.
Anschließend gehen wir gemeinsam in die Anamnese. Dazu gehören u. a. :
- ein detailliertes Gespräch zu Vorgeschichte und Alltag
- eine genaue Beschreibung des problematischen Verhaltens
- ggf. Videoaufnahmen aus typischen Situationen
- eine tierärztliche Einschätzung möglicher körperlicher Einflussfaktoren
Auf dieser Basis erstelle ich einen individuellen Therapieplan, der sich an der festgestellten Diagnose orientiert.
Das Besondere: Wir arbeiten im gemeinsamen Fallmanagement mit Hundetrainern bundesweit!
Unsere kooperierenden Hundetrainer stehen im regelmäßigen, engen Austausch mit uns hinsichtlich des Trainingsplans, der Teil unseres individuellen Therapieplans ist.
Je nach Fragestellung kann die Betreuung
vor Ort in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen oder telemedizinisch in Kooperation mit Deinem Haustierarzt erfolgen.

