Aggressives Verhalten beim Hund – verstehen, einordnen, begleiten

Aggressives Verhalten beim Hund verunsichert viele Halterinnen und Halter und ist häufig mit großer Sorge verbunden.


Dabei ist Aggression keine Charaktereigenschaft, sondern ein Verhalten, das Teil des Normalverhaltens ist, jedoch in pathologischer Form unterschiedliche Ursachen haben kann.


Ziel einer verhaltenstierärztlichen Verhaltensberatung ist es, aggressives Verhalten fachlich einzuordnen, Risiken realistisch einzuschätzen und gemeinsam einen verantwortungsvollen Umgang damit zu entwickeln, damit das Zusammenleben wieder für alle funktioniert.

Aggression ist nicht gleich Aggression

Aggressives Verhalten kann sich sehr unterschiedlich äußern. Dazu gehören unter anderem:

  • angstbedingte Aggression
  • defensive oder konfliktbedingte Aggression
  • ressourcenbezogene Aggression (z. B. Futter, Spielzeug)
  • territoriales Verhalten
  • schmerz- oder krankheitsbedingte Aggression

Welche Form vorliegt, lässt sich nur durch eine differenzierte verhaltensmedizinische Einschätzung klären. Pauschale Bewertungen helfen weder dem Hund noch den beteiligten Menschen. Unsachgemäßes Training ohne vorherige Diagnose ist oft Teil des Problems.

Aggression ist in der Regel ein soziales Problem

Aggressives Verhalten entsteht selten isoliert.


Es betrifft fast immer ein
soziales Gefüge – etwa das Zusammenleben mit Menschen, anderen Hunden oder die Anforderungen des Alltags.

Entsprechend richtet sich die Beratung nicht nur auf den Hund, sondern auch auf:

  • Alltagssituationen
  • Kommunikationsmuster
  • Sicherheitsaspekte
  • realistische Erwartungen und Grenzen



Ziel ist es, Risiken zu reduzieren und gleichzeitig die Lebensqualität aller Beteiligten im Blick zu behalten.

Einschätzung der Gefährlichkeit

Ein zentraler Bestandteil der tierärztlichen Beratung ist die Einschätzung der Gefährlichkeit des gezeigten Verhaltens.


Dabei werden unter anderem berücksichtigt:

  • Art und Intensität der Aggression
  • Auslöser und Vorwarnsignale
  • bisherige Vorfälle
  • Kontext und Vorhersehbarkeit des Verhaltens



Diese Einschätzung bildet die Grundlage für weitere Empfehlungen und Maßnahmen.

Fundierte Beratung zu Sicherheitsmaßnahmen

In manchen Situationen sind Sicherheitsmaßnahmen notwendig, um Mensch und Tier zu schützen.
Dazu kann auch eine
fachlich begründete Maulkorbberatung gehören.


Diese erfolgt bei FördeVet:

  • individuell
  • tierschutzgerecht
  • unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen



Ziel ist keine Stigmatisierung, sondern ein verantwortungsvoller und sicherer Umgang mit dem Hund.

Fachliche Einschätzung im behördlichen Kontext

Neben der Beratung von Privatpersonen führen wir auch verhaltenstierärztliche Einschätzungen im Auftrag von Veterinärbehörden durch, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachsen.



Hierbei stehen eine sachliche Bewertung, Transparenz und fachliche Nachvollziehbarkeit im Vordergrund.

Erstkontakt per Videokonsultation

Der Einstieg in die Beratung erfolgt in der Regel über eine 30-minütige Videokonsultation.

Diese dient dem gegenseitigen Kennenlernen und der ersten fachlichen Einschätzung.
Dabei klären wir gemeinsam:

  • die Fragestellung und Zielsetzung
  • die aktuelle Situation
  • ob eine weiterführende Verhaltenstherapie sinnvoll und angezeigt ist

So lässt sich frühzeitig einschätzen, ob und in welcher Form eine weitere Begleitung erfolgen kann.

Einordnung in die Verhaltenstherapie

Die Beratung bei aggressivem Verhalten ist Teil der tierärztlichen Verhaltenstherapie bei FördeVet.

Kontakt und Terminvereinbarung

Wenn Du Dir Sorgen wegen aggressiven Verhaltens Deines Hundes machst oder eine fachliche Einschätzung wünschst, nimm gerne Kontakt auf. Im gemeinsamen Gespräch lernst Du uns und unsere Arbeitsweise kennen und wir besprechen wir die nächsten Schritte.