Wenn es kalt wird, tut’s mehr weh – Warum ältere Tiere im Winter mehr Unterstützung brauchen
Mit dem Einbruch der kalten Jahreszeit bemerken viele Tierhalter, dass sich ihr älterer Hund oder ihre Katze anders bewegt: Das Aufstehen dauert länger, Spaziergänge werden kürzer, die Lust am Spielen nimmt ab. Was nach normalen Alterserscheinungen aussieht, ist häufig Ausdruck von chronischen Schmerzen, vor allem in den Gelenken. Kälte, Nässe und Bewegungsmangel verschlechtern die Symptome – und genau jetzt fällt auf, was im Sommer oft unbemerkt blieb.
Warum der Winter Gelenke belastet
Im Winter verengen sich durch Kälte die Blutgefäße, die Muskulatur wird weniger durchblutet und die Gelenkschmiere zäher. Das verstärkt bei Tieren mit Arthrose, Hüftgelenksdysplasie oder Wirbelsäulenveränderungen Schmerzen. Ältere Hunde und Katzen sind besonders betroffen, weil die Muskulatur altersbedingt abnimmt, die Regeneration des Knorpels langsamer verläuft und chronische Entzündungsprozesse stärker spürbar werden. Gleichzeitig sinkt die Alltagsaktivität – Muskelschwund und Steifheit nehmen zu.
Typische Anzeichen von Schmerzen bei älteren Tieren
- Steifheit nach Ruhephasen
- Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Hinlegen
- Zögern beim Treppensteigen oder Einsteigen ins Auto
- Vermeidung von Sprüngen (besonders bei Katzen)
- Geringere Spielfreude, mehr Schlaf
- Unsauberkeit oder Inaktivität ohne andere erkennbare Ursache
Diese Symptome sind keine unvermeidlichen Alterserscheinungen – sie weisen auf behandelbare Schmerzen hin.
Tierärztliche Diagnostik und Therapie
Eine gezielte Schmerzdiagnostik ordnet altersbedingte Veränderungen richtig ein. Dazu gehören die klinische Untersuchung von Gelenken und Gangbild, Röntgenaufnahmen zur Beurteilung von Arthrosen sowie Blutuntersuchungen zum Ausschluss weiterer Ursachen. Auf dieser Basis wird eine individuelle Schmerztherapie erstellt, oft mit mehreren Bausteinen:
- Medikamentöse Behandlung: moderne Analgetika (z. B. NSAIDs oder neuere Wirkstoffgruppen) zur Reduktion von Entzündung und Schmerz.
- Ernährungsunterstützung: nach Befund können Omega-3-Fettsäuren, ausgewählte Gelenknährstoffe oder Diätetik sinnvoll sein.
- Physiotherapie und angepasste Bewegung: schmerzfreie Aktivität erhält Muskulatur und Beweglichkeit.
- Haltungsmanagement: warme, weiche Liegeflächen, rutschfeste Böden und Zugluft vermeiden.
Unterstützung im Alltag
- Wärme: ein warmer, zugluftgeschützter Liegeplatz unterstützt die Durchblutung.
- Gewichtskontrolle: jedes zusätzliche Kilo belastet die Gelenke.
- Sanfte Bewegung: mehrere kurze Einheiten sind besser als ein langer Spaziergang.
- Regelmäßige Kontrollen: Schmerzpatienten profitieren von engmaschiger tierärztlicher Begleitung.
FördeVet – Schmerztherapie für ältere Hunde und Katzen in Kiel
In der FördeVet Tierarztpraxis in Kiel legen wir besonderen Wert auf die ganzheitliche Betreuung älterer Tiere. Wir bieten gründliche klinische und bildgebende Untersuchung, individuell angepasste Schmerztherapie, begleitende Ernährungs- und Bewegungsberatung sowie Verlaufskontrolle in der Praxis oder per Videoberatung. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität im Alter zu sichern.
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Präsenz oder Video – individuell, fachlich fundiert und mit Herz für ältere Tiere.
Fazit
Alter ist keine Krankheit – Schmerzen sind behandelbar. Gerade im Winter verdienen ältere Tiere besondere Aufmerksamkeit. Mit moderner Diagnostik, gezielter Schmerztherapie und angepasster Bewegung kann Dein Tier die kalte Jahreszeit aktiv und beschwerdearm erleben.






